Aus TV und Presse

Nadelphobie als Grund für weniger Blutspenden in Australien?

In einer australischen Studie der Griffith Universität wurde kürzlich veröffentlicht, dass 22% der Befragten aus Angst vor Nadelstichen viele medizinische Untersuchungen vermeiden würden.  In wenigen Fällen ist die Phobie so stark, dass Panikattacken auftreten. Diese Erkenntnisse sind für Dr. Wright etwas überraschend, denn frühere Studien hätten lediglich bei 10% der Befragten eine Nadelphobie ergeben. Noch gravierender ist es anscheinend bei Blutspendern. Das Australische Rote Kreuz konstatierte, dass 77% der Spender die Angst vor Punktionen als Grund nannten, nicht weiter zu spenden.

Weitere Informationen unter diesem Link.

Singapur: Organspender dürfen zukünftig bezahlt werden

In Singapur können Organspender zukünftig Geld für eine Organspende erhalten. Eigentlich ist mit der Gesetzesentscheidung beabsichtigt gewesen, den Spendern eine Aufwandsentschädigung für Anreise, Aufenthalt, Haushaltshilfe und Kinderbetreuung zu ermöglichen. Wird damit eine Hintertür zum kommerziellen Organhandel geöffnet? 

Lit.: dpa vom 25.03.2009 und DocCheck.com

 

Prag: Hunderte Menschen an Hepatitis A erkrankt

"Ob die Patienten das Hepatitis-A-Virus von Auslandreisen nach Tschechien brachten oder es aus der Drogenszene übertragen wurde, weiß bislang niemand. Im Moment zählt die Versorgung hunderter Gelbsuchtkranker. Landesweit werden die Betten und der Impfstoff knapp."

Quelle:  von Kilian Kirchgeßner;   nachzulesen unter  swr.de / ARD-Hörfunstudio, Prag

HCV-Übertragung in einer Arztpraxis durch Hygienemängel

In einer Arztpraxis in Goslar, Niedersachsen, sollen sich aufgrund von Hygienemängeln zwölf Patienten mit Hepatitis C infiziert haben. Da möglicherweise noch mehr Menschen betroffen sein könnten, wurden jetzt ca. 2000 Patienten dieser Arztpraxis aufgerufen, sich testen zu lassen.  Ursache dafür sollen unsaubere Spritzen sein, die nach Kontakt mit Blut und darin enthaltenen Viren, zu Hepatitis oder Aids führen können. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig ermittelt gegen den Mediziner wegen Körperverletzung.

Quelle und weitere Informationen unter:  NDR1.de vom 25.09.2008

Drogenkonsum durch bezahlte Blutspenden mitfinanziert

"Eher zufällig kamen die Ordnungshüter den drei Tatverdächtigen auf die Spur: Auf dem Marienplatz sollen die Männer im Alter von 23, 25 und 28 Jahren damit geprahlt haben, dass sie ihren Alkohol- und Drogenkonsum zum Teil durch Blutspenden finanzieren. Polizei und Staatsanwaltschaft nahmen daraufhin die Ermittlungen auf."

Quelle:  von Christian Koepke;  nachzulesen unter Norddeutsche Neueste Nachrichten (NNN) vom 14.08.2008

Blutgruppe nach Lebertransplantation verändert

"Das hat es in der Medizin wohl noch nie gegeben: Nach einer Lebertransplantation hat sich die Blutgruppe eines jungen Mädchens so verändert, dass sie der Blutgruppe des Spenders entsprach. Sie wechselte von Blutgruppe 0 Rhesus negativ auf Blutgruppe Rhesus positiv. Und die Zellen ihres Abwehrsystems trugen zu über 90 Prozent das Erbgut des Spenders, der männlich war."

Quelle:  Hamburger Abendblatt vom 25.08.2008

Therapeutische Antikörper mit Killerzellen im Schlepptau

"Therapeutische Antikörper sind zu einem festen Bestandteil der Krebsmedizin geworden. Alle bisher verfügbaren Antikörper erkennen die Tumorzellen über ein einziges Merkmal und stellen sich ihnen dadurch in den Weg. In den Universitätskliniken Würzburg, Essen, Mainz und Ulm ist jetzt ein neuartiger, für die Erkennung zweier Merkmale ausgerüsteter Antikörper gegen Krebs getestet worden. Mit einem Arm langt er nach den T-Zellen des Immunsystems, mit dem anderen nach den Krebszellen. Dieser Antikörper war in der Lage, verschiedene Formen eines Non-Hodgkin Lymphoms ganz oder teilweise zurückzudrängen."

Quelle:  von Hildegard Kaulen; nachzulesen auf "FAZ. Net - Medizin" vom 21.08.2008

Uraltes Wissen im Immunsystem

"Das Immunsystem des Menschen kann ein extrem langes Gedächtnis für vergangene Virusinfektionen haben: Amerikanische Forscher haben aus dem Blut von Überlebenden der Spanischen Grippe des Jahres 1918 Antikörper isoliert, die auch noch 90 Jahre später das die Pandemie verursachende Virus 1918 H1N1 in Schach halten. Mit dem Virus infizierte Mäuse überlebten nur dann, wenn sie eine Injektion der menschlichen Antikörper erhielten."

Quelle:  von Martin Schäfer;  nachzulesen auf "wissenschaft.de" vom 18.08.2008

Wie das Immunsystem seine (DNA-) Netze auswirft

"Das Immunsystem bekämpft Entzündungen im Magen-Darm-Trakt mit Netzen aus der Erbsubstanz DNA, haben Forscher aus der Schweiz und den USA entdeckt: Wie winzige Katapulte schießen bestimmte weiße Blutkörperchen, die sogenannten Eosinophilen, die mit giftigen Proteinen gespickten DNA-Netze ab, in denen sich die Krankheitserreger verfangen und schließlich absterben. Die Erbsubstanz stammt dabei aus den Mitochondrien – häufig auch als Kraftwerke der Zelle bezeichnet –, die ihr eigenes, vom Zellkern unabhängiges Erbgut besitzen."

Quelle:  von Ilka Lehnen-Beyel; nachzulesen auf "wissenschaft.de" vom  15.08.2008

"Warum Wundenlecken hilft ..."

"Niederländische Forscher haben einen Stoff im Speichel von Menschen gefunden, der Wunden schneller heilen lässt. Die Substanz namens Histatin ist ein Protein, das bisher nur mit einer antibakteriellen Wirkung in Verbindung gebracht wurde."

Quelle:  von Uwe Thomanek; nachzulesen unter "wissenschaft.de" vom 25.07.2008

"Was dem Krebs den Boden bereitet ..."

"Krebstumoren können andere Krebszellen selbst an weit entfernten Stellen im Körper unterstützen: Sie wirken wie ein Sender, der Hilfstruppen aus dem Knochenmark zu den Empfängerzellen schickt und so deren Nährstoffversorgung verbessert. Das funktioniert sowohl bei vereinzelten ruhenden Krebszellen als auch bei Metastasen, haben amerikanische Forscher bei Mäusen nachgewiesen."
Quelle: Von Ilka Lehnen-Beyel; nachzulesen unter "wissenschaft.de" vom 13.06.2008

Erstgeborene haben ein höheres Allergierisiko

"Erstgeborene Kinder haben ein größeres Risiko, Asthma und Allergien zu entwickeln. Ursache sind die Bedingungen, denen sie im Mutterleib ausgesetzt sind, fanden britische Forscher um Wilfried Karmaus von der Universität von South Carolina in Columbia heraus. Sie untersuchten in ihrer Studie das Nabelschnurblut und testeten die Kinder im Alter von 4 und 10 Jahren auf Allergien. Dabei zeigte sich, dass die erhöhte Konzentration eines bestimmten Antikörpers im Nabelschnurblut kurz nach der Geburt mit einem höheren Allergierisiko in Verbindung steht."

Quelle:  von Michael Böddeker, nachzulesen auf "wissenschaft.de" vom 21.05.2008

Impfung gegen Bluthochdruck auf dem Weg

"Ein Impfstoff gegen Bluthochdruck hat eine wichtige Hürde auf dem Weg zur Zulassung genommen: In einer ersten klinischen Studie hat die AngQb genannte Substanz die Blutdruckwerte von 72 Freiwilligen messbar gesenkt, haben Forscher aus Deutschland und der Schweiz herausgefunden. Der Impfstoff greift in den Stoffwechsel des Hormons Angiotensin II ein, das den Blutdruck aufrechterhält. Die Therapie gibt es bereits in
Tablettenform, doch bekommen viele Patienten ihren Blutdruck durch unregelmäßige Medikamenteneinnahme nicht in den Griff."

Quelle:  von Martin Schäfer; nachzulesen auf "wissenschaft.de" vom 07.03.2008

EU-Parlament: Neue Gesetze zum Thema Organspenden & Transplantation?

Täglich warten viele Menschen auf eine Organtransplantation. Täglich sterben aber auch 3 oder mehr Personen in Deutschland, für die eine Organspende zu spät kommt. Die Anzahl der Organspender ist gering. Dieses führt andererseits auch zu Organtourismus oder illegalem Organhandel. Das EU-Parlament ist jetzt in eine Debatte eingetreten, um einen europaweiten Kompromiss zu finden.   Von M. Durm, ARD, tagesthemen.de  --> hier klicken!

Stationäre Patienten mit hohem Risiko für Venöse Thrombembolie

Stationär behandelte Patienten sollen nach den Ausführungen einiger Autoren ein hohes Risiko für venöse thromboembolische Komplikationen (VTE) besitzen, weshalb sicher gestellt werden soll, dass dieses Risiko durch angemessene vorbeugende Behandlung (Prophylaxe) gemindert wird.  In: TheLancet - wissenschaft-online, vom 01.02.2008 - oder Lancet 2008; 371: 387

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